Die Tänzerin
Blüten haben mich schon immer fasziniert. Vor allem die morbiden.
Nicht trotz ihres Vergehens, sondern gerade darin: in ihrer Opulenz, ihrer Eigenart, ihrer stillen Dramatik. Oft mussten verwelkte Blumensträuße herhalten. Manchmal habe ich einzelne Blüten herausgenommen, um sie festzuhalten, bevor sie endgültig verschwanden.
Diese beiden Motive – dieses Bild und sein Schwestermotiv – sind durch einen Zufall entstanden. Ich hatte ein begonnenes Projekt auf den Speicher räumen müssen, weil anderes wichtiger wurde. Dort blieben die Blüten über den Sommer liegen. Die trockene Luft hat etwas mit ihnen gemacht, das ich nie wieder in dieser Form gesehen habe.
Sie waren nicht einfach vertrocknet. Sie wirkten verwandelt.
Während das Schwestermotiv durch seine geschlossene, fast eingefrorene Form besticht, sah ich in diesem Bild vom ersten Moment an eine Tänzerin. Die geschwungenen Linien, die Haltung, die Bewegung – als hätte die Blüte mitten in einer Drehung innegehalten.
Vielleicht ist es genau das, was mich daran so berührt: Obwohl sie längst verwelkt ist, wirkt sie lebendig. Fast leichter als zuvor.
Vergrößert auf einen Meter mal einen Meter bekommt diese kleine Ranunkel etwas Monumentales. Was ursprünglich kaum Beachtung gefunden hätte, wird plötzlich zur Figur. Zur Bewegung. Zu einer Präsenz im Raum.
Für mich steht dieses Bild auch für die Schönheit von Veränderung. Für die Formen, die erst sichtbar werden, wenn etwas nicht mehr versucht, das zu bleiben, was es einmal war.
Hier ist das Verwelken kein Ende.
Es ist eine Verwandlung.
Und vielleicht sogar ein Tanz.
Dieses Bild ist ein Unikat und aktuell nicht verkäuflich.
Edition Details
Fine Art Print
Hahnemühle Photo Rag 308 gsm
Limited Edition of 1
Signed on reverse
Certificate of Authenticity included
Available with or without frame*
*Halbe Rahmen
Produced to museum standards in collaboration with professional fine art laboratories in Germany.
Size
Die Tänzerin
Blüten haben mich schon immer fasziniert. Vor allem die morbiden.
Nicht trotz ihres Vergehens, sondern gerade darin: in ihrer Opulenz, ihrer Eigenart, ihrer stillen Dramatik. Oft mussten verwelkte Blumensträuße herhalten. Manchmal habe ich einzelne Blüten herausgenommen, um sie festzuhalten, bevor sie endgültig verschwanden.
Diese beiden Motive – dieses Bild und sein Schwestermotiv – sind durch einen Zufall entstanden. Ich hatte ein begonnenes Projekt auf den Speicher räumen müssen, weil anderes wichtiger wurde. Dort blieben die Blüten über den Sommer liegen. Die trockene Luft hat etwas mit ihnen gemacht, das ich nie wieder in dieser Form gesehen habe.
Sie waren nicht einfach vertrocknet. Sie wirkten verwandelt.
Während das Schwestermotiv durch seine geschlossene, fast eingefrorene Form besticht, sah ich in diesem Bild vom ersten Moment an eine Tänzerin. Die geschwungenen Linien, die Haltung, die Bewegung – als hätte die Blüte mitten in einer Drehung innegehalten.
Vielleicht ist es genau das, was mich daran so berührt: Obwohl sie längst verwelkt ist, wirkt sie lebendig. Fast leichter als zuvor.
Vergrößert auf einen Meter mal einen Meter bekommt diese kleine Ranunkel etwas Monumentales. Was ursprünglich kaum Beachtung gefunden hätte, wird plötzlich zur Figur. Zur Bewegung. Zu einer Präsenz im Raum.
Für mich steht dieses Bild auch für die Schönheit von Veränderung. Für die Formen, die erst sichtbar werden, wenn etwas nicht mehr versucht, das zu bleiben, was es einmal war.
Hier ist das Verwelken kein Ende.
Es ist eine Verwandlung.
Und vielleicht sogar ein Tanz.
Dieses Bild ist ein Unikat und aktuell nicht verkäuflich.
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